Katholischer Pflegeverband

Aktuelles

Sehr geehrte Mitglieder des Kath. Pflegeverbands,

diese Wochen sind für alle Menschen eine enorme Herausforderung, ganz besonders für die Erkankten und deren Angehörige und diejenigen, die an vorderster Front um das Leben von infizierten Patientinnen und Patienten kämpfen. Es kommt zunehmend zu extrem schwierigen Situationen, gerade, wenn Menschen ihren sterbenden Angehörigen nicht besuchen oder sich von einem Verstorbenen nicht in rechter Weise verabschieden können. Das ist auch für Pflegende und andere Gesundheitsberufe eine große Belastung.

In einer kleinen Arbeitsgruppe haben wir kurze Gebets- und Segenstexte zusammengestellt, die den Beteiligten in solchen Situatione eine Hilfe sein möchten:

a) eine Handreichung für Pflegende u.a. Begleitende, um einen Sterbenden zu segnen oder einen Verstorbenen zu verabschieden, wenn kein Seelsorger zu erreichen ist.

b) eine Andacht für Angehörige, die sich nicht vor Ort von Ihrem Verstorbenen verabschieden oder nicht an der Beerdigung teilnehmen können.

Es wäre schön, wenn Sie in Ihrer Einrichtung oder dort, wo Sie es für sinnvoll halten, diese Handreichungen weitergeben könnten. Die pdf-Dateien sind so gestaltet dass der Drucker Ihnen ein kleines Heft in der richtigen Reihenfolge ausdruckt, wenn Sie im Druck-Menü auf "Broschüre" klicken.

In der Hoffnung, dass Sie diese Zeit so unbeschadet wie möglich überstehen und dass Sie genügend Kraft und Ausgleich für alle Herausforderungen finden, grüße ich Sie herzlich

Pfarrer Christoph Seidl

Handreichung Sterbesegen

Andacht für Angehörige

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung
in der Pflege
(DNQP) an der Hochschule Osnabrück

 

Presse-Information

02.04.2020

 

 Aktualisierung der Expertenstandards zum pflegerischen Schmerzmanagement

Verlängerung der Konsultationsphase

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) verlängert aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Konsultationsphase zur Aktualisierung des Expertenstandards zum pflegerischen Schmerzmanagement bis zum 17. April 2020.

Interessierten Personen und Organisationen aus Pflegepraxis und -wissenschaft sowie anderen Gesundheitsberufen haben also weiterhin die Möglichkeit zur Stellungnahme und Kommentierung des aktualisierten Expertenstandards.

Der Entwurf des aktualisierten Expertenstandards zum pflegerischen Schmerzmanagement steht zusammen mit der Präambel, den Kommentierungen der Standardkriterien sowie der aktuellen Literaturstudie weiterhin auf der Homepage des DNQP (www.dnqp.de/konsultation) zum Download bereit.

Die eingegangenen Hinweise werden vom wissenschaftlichen Team des DNQP und den Mitgliedern der Expert*innenarbeitsgruppe ausgewertet und für die abschließende Bearbeitung des aktualisierten Expertenstandards berücksichtigt. Die Veröffentlichung ist für Mitte 2020 geplant.

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)

an der Hochschule Osnabrück

Wissenschaftliche Leitung: Prof Dr. Dr. h. c. Andreas Büscher

Postfach 19 40, 49009 Osnabrück

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: http://www.dnqp.de

 Pressemeldung

PRESSEMELDUNG

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:

Berlin (19. März 2020, Nr. 8/2020)

Coronavirus. Die Berufsgruppe der Pflegenden und des Hebammenwesens stellt sich der Lage

Der Deutsche Pflegerat appelliert an die Menschen in Deutschland, die Pflegenden zu unterstützen

Der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner, zum Coronavirus:

„Der Deutsche Pflegerat dankt unseren Kolleginnen und Kollegen und unterstützt sie. Wir versprechen, dass wir uns für Sie und für die Belange der Profession einsetzen werden. Die Berufsgruppe der Pflegenden und des Hebammenwesens  steht für die Versorgung der Menschen auch in Krisen- und Katastrophenzeiten bereit. Dies ist angesichts einer grundsätzlich angespannten Lage im Beruf in allen Versorgungsbereichen eine Herausforderung. Doch jetzt gilt es, diese Krise gemeinsam zu meistern. Wir anerkennen die Anstrengungen von Regierungen und Behörden in Bund und Ländern.

Es gilt jetzt das richtige Maß für die Lösungen der bevorstehenden Aufgaben zu finden. Es gilt besonnen und situativ angemessen, Sonderregelungen wie z.B. Abweichungen bei Qualitätsanforderungen oder Schutzgesetzen zu ermöglichen. Ein Missbrauch solcher Ausnahmen muss ausgeschlossen werden. Und es kann sich dabei nur um befristete Ausnahmen handeln. Das gilt auch für den Bereich der Pflegeausbildung.

Bisher liegt der Fokus der Bewältigung des Virus mit Blick auf die Pflege stark im Krankenhausbereich. Aber auch in der Langzeitpflege und in der häuslichen Pflege, in der Existenzängste vorliegen, wenn sie keine Leistungen mehr erbringen können, gibt es Vorbereitungs- und Handlungsbedarf. Hier scheint vor allem die Beschaffung von Schutzmaterial das größte Problem zu sein. Doch ohne Schutzmaßnahmen ist eine sichere Versorgung unmöglich. Die Situation in den Pflegeheimen ist durch die sinnvollen Besuchsverbote für viele Bewohnerinnen und Bewohner gleichfalls schwierig  und bedeutet auch hier eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeitenden. Vollumfängliche finanzielle Hilfen für die Einrichtungen in der Pflege und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen unbürokratisch bereitgestellt werden.

Kontraproduktiv wäre es, ausländische Pflegende ohne Anerkennung jetzt arbeiten zu lassen. Es gibt keine Veranlassung, berufsrechtliche Anforderungen, die dem Schutz der Menschen mit Pflegebedarf dienen, auszusetzen. Denn wer sollte diese Pflegenden anleiten? Wer soll sicherstellen, dass sie angemessen handeln können und sicher kommunizieren? Das wäre ein falsches Signal, das eher zu zusätzlichen Belastungen der Pflegenden führt.

Die Menschen, die in dieser Krisensituation an vorderster Front arbeiten - viele von ihnen sind Pflegende - und dabei oft die eigene Gesundheit riskieren, haben Anspruch auf die Anerkennung dieser Leistung, materiell und über Materielles hinaus. Gewährleistet werden muss, dass wenn nur ein Elternteil in der direkten Patientenversorgung arbeitet, der Anspruch auf Notbetreuung deren Kinder besteht.

Die Bewältigung der Corona-Krise wird uns vieles lehren. Wir erwarten, dass danach die richtigen Weichenstellungen erfolgen, um im Alltag eine bessere Gesundheitsversorgung und Pflege möglich zu machen und auch besser auf Krisen vorbereitet zu sein. Pflege ist ein systemrelevanter Beruf, dies wird spätestens jetzt allen deutlich. Er hat ein hohes Potenzial sowie tolle und kompetente Menschen. Sie können deutlich mehr Verantwortung übernehmen, nicht zuletzt im Öffentlichen Gesundheitsdienst.

Solidarität, Kompetenz, Zugewandtheit und Fürsorge zeichnen den Beruf aus – wir appellieren an die Menschen in Deutschland, die Pflegenden zu unterstützen. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger auf sich und ihre Mitmenschen zu achten. Halten Sie sich an die Vorgaben zur Verzögerung der Ausbreitung des Virus. Beachten Sie die bekannten Hygieneregeln! Bleiben Sie sich im sicheren Abstand zugewandt. Sie schützen damit sich selbst, Ihre Familie und Freunde und alle Menschen um Sie herum.

Wir bitten Pflegefachpersonen, die derzeit nicht in der Patientenversorgung arbeiten, sich in der aktuellen Lage für die Versorgung zur Verfügung zu stellen. Das sollte auch entsprechend gewürdigt werden.

Es ist wichtig, besonnen zu handeln und sich nicht durch falsche Informationen verunsichern zu lassen. Vertrauenswürdige Informationen finden Sie u. a. auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums www.bundesgesundheitsministerium.de, des Robert Koch-Instituts www.rki.de und den Websites einiger unserer Mitgliedsverbände."

Ansprechpartner:

Dr. h.c. Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Pressemeldung

SARS-CoV-2 und COVID-19:
Thieme stellt relevanten Fachinformationen kostenfrei zur Verfügung

Stuttgart – SARS-CoV-2 stellt unsere gesamte Gesellschaft vor enorme Herausforderungen – ganz besonders jedoch die Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind! Um sie bestmöglich zu unterstützen, bündelt die Thieme Gruppe die im Unternehmen verfügbaren relevanten Inhalte auf www.thieme.de/corona. Dazu gehören unter anderem fundierte Patienteninformationen inklusive Symptom-Checker, ein Online-Kurs zu COVID-19, relevante Inhalte aus Thieme Fachzeitschriften und Büchern sowie aktuelle Stellungnahmen verschiedener Fachgesellschaften. Sämtliche Angebote sind kostenfrei.

 

Corona Informationsseite - Georg Thieme Verlag

www.thieme.de

 

Thieme Compliance, Deutschlands führender Anbieter für Patienteninformationen, stellt ein kompaktes Informationsportal über das neuartige Coronavirus zur Verfügung. Dieses richtet sich an Fachpersonal wie auch an Laien, die nach fundierten Informationen suchen, gleichermaßen. Mit einem Symptom-Checker können Patienten prüfen, ob sie sich an ihren Hausarzt beziehungsweise den hausärztlichen Bereitschaftsdienst wenden sollen. Darüber hinaus bietet das Informationsportal Informationen über Ansteckungsrisiken, Methoden der Vorbeugung, informiert über die Hintergründe der Krankheit und bietet einen Überblick über die derzeitigen Therapie-Ansätze. Eine Sammlung von Links bündelt verlässliche Informationsquellen für Patienten.

Speziell für medizinische Fachkräfte und Laborspezialisten hat Thiemes Kooperationspartner Area9 Lyceum einen Online-Kurs entwickelt. Dieser vermittelt wichtiges Wissen zu Ursprung der Erkrankung COVID-19, Vorbeugung, Übertragungswege und Symptome. Das Angebot nutzt dafür adaptive Lernalgorithmen, die zügige Lernerfolge ermöglichen.

Ein Redaktionsteam hat sämtliche relevanten Inhalte aus den bestehenden Thieme Angeboten zusammengestellt – darunter aktuelle Beiträge aus Thieme Fachzeitschriften und Büchern zur persönlichen Schutzausrüstung, zur Händehygiene, zur Infektionsprävention und andere. Das Magazin „kma Klinik Management aktuell“ bündelt zudem News und Hintergrundinformationen, die insbesondere für Entscheider in Kliniken relevant sind. Stellungnahmen verschiedener Fachgesellschaften ergänzen das Informationsangebot.

Thieme hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ärzten, Pflegenden und anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen in den verschiedenen Situationen ihres beruflichen Handelns die entscheidenden Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen. In der aktuellen Situation fühlt sich Thieme diesem Anspruch in besonderer Weise verpflichtet.

Coronavirus – was Sie jetzt wissen sollten:

Coronavirus aktuell

Patienteninformation und Symptom-Checker

Online-Kurs zu COVID-19

Persönliche Schutzausrüstung richtig auswählen und handhaben

Händehygiene – einfach, aber nicht trivial

Organisation und Einrichtungen

Hintergründe zu Virusinfektionen

Weiterführende Links

Das gesamte Informationspaket für Ärzte, Pflegende und andere Akteure im Gesundheitswesen finden Sie auf www.thieme.de/corona.

Über Thieme

Thieme ist marktführender Anbieter von Informationen und Services, die dazu beitragen, Gesundheit und Gesundheitsversorgung zu verbessern. Das Familienunternehmen entwickelt mit seinen über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern digitale und analoge Angebote in Medizin und Chemie. Die internationale Unternehmensgruppe mit weltweit 11 Standorten nutzt dafür ein breites Experten- und Partnernetzwerk sowie die qualitativ hochwertigen Inhalte aus 200 Fachzeitschriften und 4400 Buchtiteln. Mit ihren Lösungsangeboten unterstützt Thieme relevante Informationsprozesse in der Wissenschaft, in Ausbildung und Patientenversorgung. Medizinstudierende, Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten, Kliniken, Krankenkassen sowie alle an Gesundheit Interessierten stehen hierbei im Mittelpunkt. Anspruch der Thieme Gruppe ist es, ihnen genau die Informationen, Services und Werkzeuge bereitzustellen, die sie in einer bestimmten Arbeitssituation oder Lebensphase benötigen. Durch die hohe Qualität und zielgruppenspezifische Relevanz der angebotenen Leistungen bereitet Thieme den Weg für eine bessere Medizin und mehr Gesundheit im Leben.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung rund um den Corona-Virus müssen auch wir uns flexibel an die Gegebenheiten anpassen. Unsere Fortbildungen sind bis Ende April aufgrund der aktuellen Situation abgesagt. Wir bemühen uns aktuell um Ersatztermine. Ab Mai 2020 hoffen wir, Ihnen wieder einen normalen und geregelten Seminarbetrieb anbieten zu können. Sie können sich gerne online anmelden.

Unsere Geschäftsstelle in Regensburg ist aktuell von Montag bis Freitag vormittags besetzt. Sie erreichen uns unter Tel. 0941 -6048770 oder per Mail über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Team der Geschäftsstelle in Regensburg

Sollten Sie sich bereits angemeldet haben, meldet sich der Veranstalter, Frau Fuß, 2. Vorsitzende des Kath. Pflegeverbandes e. V., Landesgruppe Baden-Württemberg Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei Ihnen persönlich.

 

Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege

Beleg für unzureichende Personalausstattung. Maßstab: Pflegequalität sicherstellen

Gestern wurden die Ergebnisse des Projekts zur Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege vorgestellt. Hierzu können Sie den Präsidenten des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner, in seiner ersten Einschätzung zum neuen Personalbemessungsverfahren gerne wie folgt zitieren:
„Der Deutsche Pflegerat begrüßt, dass mit dem Zwischenbericht jetzt das vorläufige Ergebnis der Entwicklung vorliegt. Das neue Personalbemessungsverfahren soll endlich dafür sorgen, dass die pflegerische Versorgung in Pflegeheimen deutschlandweit vergleichbar wird. Den bisher enormen Unterschieden in den Pflegepersonalschlüsseln der Länder wird damit ein Ende gesetzt.
Jedoch scheint das Instrument zum Teil in der Gegenwart verhaftet und bleibt damit hinter den Anforderungen einer langfristigen Perspektive zurück. Das ist zwar methodisch nachvollziehbar, aber für die Umsetzung für eine zukunftsorientierte Langzeit-pflege ergänzungsbedürftig.
Die stationäre Langzeitpflege benötigt angesichts der steigenden Leistungsanforderungen mehr und teilweise höhere Pflegefachkompetenz als dies bisher gegeben war.
Die eindringlichen Mahnungen des Deutschen Pflegerats, dass die heutige Personalausstattung in der Langzeitpflege völlig unzureichend und damit die Versorgung unzureichend ist, haben sich durch die jetzt vorgelegten Ergebnisse bestätigt. Die vorgelegten Zahlen sind allerdings zu hinterfragen. Eine Bemessung ausschließlich auf der Basis von einzelnen Tätigkeiten greift zu kurz. Hier würde der pflegerische Kontext fehlen. Inwiefern dies bei der Erarbeitung des neuen Personalbemessungsverfahrens berücksichtigt wurde, ist zu prüfen. Das gilt auch für den Umsetzungsgrad des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs in den Einrichtungen, in denen die Daten erhoben wurden. Der Zuwachs bei den Assistenzkräften darf aus Sicht des Deutschen Pflegerats ausschließlich durch qualifiziertes Pflegepersonal erfolgen.
Personalmengensteigerungen allein können jedoch nicht sicherstellen, dass es zu einer besseren Pflege und zu besseren Arbeitsbedingungen kommt. Mit Sorge sieht der Deutsche Pflegerat die vorgeschlagene gravierende Neuverteilung zwischen Pflegefachpersonen und Assistenzkräften.
Eine Reduzierung der Aufgaben von Pflegefachpersonen primär auf Steuerungs- und Prüfungsaufgaben sowie eine vorwiegend durch Assistenzpersonal durchgeführte Pflege wäre aus Sicht des Deutschen Pflegerats verfehlt. Zeiten für Interaktion scheinen zu wenig berücksichtigt und Interaktion kann auch nicht ausschließlich an das Assistenzpersonal delegiert werden. Denn die Versorgungsbedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner sind sehr heterogen und komplex. Zudem verändern sie sich dynamisch. Eine qualitativ hochwertige Pflege basiert auf einer Ausbildung zum Heilberuf, wie sie Pflegefachpersonen insbesondere durch die neue generalistische Pflegeausbildung erhalten. 
Im Instrument sind weder spezialisierte Pflegefachpersonen berücksichtigt noch die hochschulisch qualifizierten Pflegefachpersonen, die in der direkten Versorgung arbeiten. Deren Einbeziehung ist angesichts der Versorgungsbedarfe dringend erforderlich und wird es in Zukunft noch stärker sein. Hier muss nachgearbeitet werden.
Unabhängig davon, dass die berechnete Anzahl von Pflegenden aktuell nicht vorhanden ist und bei kritischer Bewertung einzelner Aspekte, fordert der Deutsche Pflegerat eine gestufte, rasche und bundesweit einheitliche Einführung des Personalbemessungsverfahrens. Damit würde ein starkes vertrauensbildendes Signal in die Berufsgruppe hineingegeben, dass sich die Rahmenbedingungen in der Langzeitpflege positiv und nachhaltig verändern.

Die Einführung des neuen Personalbemessungsverfahrens ist nicht trivial und erfordert eine wissenschaftliche Begleitung, um erforderliche Anpassungsbedarfe zu identifizieren. Das neue Verfahren ist aus Sicht des Deutschen Pflegerats daher an Bedingungen zu knüpfen, die zur Sicherung der Qualität und für die Gewährleistung der Patientensicherheit unabdingbar sind.
Die Länder müssen einen generalistischen Pflegeassistenzberuf einheitlich auf Basis einer 2-jährigen Ausbildung regeln. Perspektivisch sollten möglichst alle Pflegeassistentinnen und -assistenten über eine solche Qualifizierung verfügen. Entsprechende Weiterqualifizierungsangebote für angelernte Helferinnen und Helfer sind erforderlich.
Die Einführung der neuen Personalbemessung erfordert erhebliche Veränderungen bei der Aufgabenverteilung und Arbeitsorganisation. Die Einrichtungen müssen sicherstellen, dass die Verantwortungsbereiche in der stationären Langzeitpflege klar geregelt sind.
Zeit für eine umfangreiche Diskussion gibt es nicht mehr. Denn der bereits bestehende Personalmangel gefährdet die Versorgungssicherheit, was auch für die ambulante Pflege gilt. Auch hier bedarf es dringend einer Neujustierung des notwendigen Pflegepersonals. Dennoch muss das neue Personalbemessungsverfahren auf jeden Fall erprobt und evaluiert werden. Dabei ist zu überprüfen, wie und unter welchen Rahmenbedingungen es sich positiv auf die Versorgung und deren Qualität auswirkt.
Für die Einführung spielt die in der Konzertierten Aktion Pflege vereinbarte Roadmap eine große Rolle. Der Deutsche Pflegerat begrüßt, dass das Bundesgesundheitsministerium zeitnah zur ersten Sitzung zur Entwicklung dieser Roadmap eingeladen hat.
Der Deutsche Pflegerat erwartet einen klug aufgestellten Stufenplan zur Einführung des neuen Personalbemessungsverfahrens mit Nachjustierungen, welche die Qualität der Versorgung im Fokus haben.
Die Vereinbarungen der Konzertierten Aktion Pflege zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit sind unverzichtbare Unterstützung für eine Umsetzung der neuen Personalbemessung und ihren Erfolg.“

Pressemeldung DPR

Ansprechpartner:
Dr. h.c. Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats. 

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Dr. h.c. Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU). 

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